Maga. Beate Handler    Psychotherapie   |   Die Autorin

Burnout


Burn-Out ist eine Tapferkeitsmedaille auf dem Schlachtfeld unserer Leistungsgesellschaft.

Burn-Out ist der Endzustand eines prozesshaften Geschehens, das bei Menschen eine Veränderung der Leistungsfähigkeit und Befindlichkeit hervorruft.
Dabei kommt es zunehmend zu einer ausgeprägten körperlichen und psychischen Erschöpfung.
Eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen ist dabei feststellbar.
Dieser Prozess dauert über längere Zeit an. Burn-Out ist ein Prozess und gleichzeitig ein Zustand.
Burn-Out kann seinen Lauf nehmen, wenn Engagement zu Überengagement wird und in eine Abwärtsspirale von Überforderung und negativen Stress übergeht.

Die Kriterien von “Überengagement” sind:

  • Streben nach “Perfektion” und immer alles schaffen zu müssen
  • Gefühl unentbehrlich zu sein: “wenn nicht ICH es selbst mache...”
  • hohe Erwartungen an sich selbst und “die Welt”
  • Eigene Bedürfnisse nicht wahrnehmen
  • Häufig die eigenen Grenzen überschreiten oder überschreiten lassen
  • “Freizeitunfähigkeit” - keine Zeit für sich selbst & Ruhe, Entspannung, Erholung


Die Kriterien für “Überforderung  & negativen Stress” sind:

  • Fehlleistungen nehmen zu
  • Konzentration lässt nach
  • Motivationsverlust
  • Zeitpolster fehlen
  • Ärgernisse und Konflikte sind häufiger
  • Distanz zu Mitmenschen steigt (Arbeit & Privat)
  • körperliche Symptome: ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Energiemangel, Anspannung, Schwächegefühl, häufige Infekte,...
  • Frustration
  • Konsum von subjektiv beruhigenden oder stimulierenden Substanzen steigt an (Kaffee, Nikotin, Alkohol, legale oder illegale Drogen)
  • Anzeichen von Überdruss an allen Tätigkeiten


Je früher Menschen, die sich in einem Burn-Out-Prozess befinden, kompetente Unterstützung holen, umso leichter finden sie wieder den Weg zurück zu Lebensfreude und Wohlbefinden.
Intervention bei & Prävention gegen Burnout

  • Mit allen Sinnen leben - Genusstraining praktizieren
  • Bewusst Urlaub machen & Urlaub im Alltag machen
  • Realistische Ziele setzen
  • Akzeptieren, dass „Ich das Verhalten von anderen nicht ändern kann!“
  • Arbeit und Freizeit trennen
  • Bewusst trödeln lernen
  • Langsamkeit trainieren: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam!“
  • Lernen mit der eigenen Macht und Machtlosigkeit umzugehen
  • Eigene Grenzen deutlich machen
  • Regeln für einen „menschlichen“ Umgang miteinander
  • Tätigkeitsfeld wechseln
  • Ein großer Schritt zur Bewältigung ist bereits, sich Unterstützung zu holen, statt alles alleine schaffen zu wollen.


Bei der Umsetzung dieser Punkte unterstützt Coaching, Psychologische Beratung oder Psychotherapie.